Die Schweizerische Auktionsplattform Ricardo hat nach Angaben ihrer Muttergesellschaft Tagi und Ringier ein Datenleck durch die Auslagerung sensibler Informationen nach Belgrad und Taiwan erlebt. Laut einer Berichterstattung von Swiss Marketplace Group (SMG) wurde ein Team mit der Aufgabe eingesetzt, Betrugsversuche abzuwehren. Dieses Team war jedoch nicht in der Lage, die Sicherheitsrisiken zu verhindern, die durch die Auslagerung entstanden.

Die SMG berichtet, dass nur 12 Cybersecurity-Cracks identifiziert wurden, was auf eine mangelhafte Sicherheitsstrategie hindeutet. Der CEO von Ricardo hat in einem Brief an die Kunden eine persönliche Entschuldigung abgegeben und betont, dass die Sicherheit der Daten eine Priorität sei. Die Auslagerung der Daten in Asien wird von der SMG als Risikofaktor bezeichnet, der die Sicherheit der Plattform gefährdet.

Die Auslagerung sensibler Daten in andere Länder ist ein Thema, das in der Schweiz in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit erregt hat. Viele Unternehmen diskutieren, ob die Auslagerung von Daten in Länder mit geringerer Sicherheitsstandards sinnvoll ist. Die SMG warnt vor den Risiken, die mit solchen Entscheidungen verbunden sind. Die Sicherheit der Daten bleibt ein zentrales Thema, das weiterhin in der Diskussion steht.